Notizen & Reflexion
Die Erfahrungen der DDR-Kurkinder unterscheiden sich grundlegend von denen der Verschickungskinder der BRD, allein durch die Lebensrealitäten in einer SED-Diktatur.
Die DDR war geprägt von einer Diktatur, in der viele Menschen Gewalt und Unterdrückung erlitten haben. Daher können die DDR-Kurkinder nicht in einem Atemzug mit den BRD-Verschickungskindern genannt werden. Allein die Diktatur der DDR hatte eine andere Rechtsordnung, ein politisch motiviertes Erziehungsmodell und eine eigene Staatsideologie. Es bedarf eines entsprechenden Verständnisses der Geschichte sowie einer angemessenen Aufarbeitung der DDR-Kinderkuren bis in die Nachwendezeit. Dazu gehören auch Forschungsgelder und rechtliche Strukturen, um künftig als eigenständige Betroffenengruppe anerkannt zu werden und eine Opferentschädigung für die DDR-Kurkinder zu ermöglichen.
Das System der DDR sollte nicht verharmlost werden und auch die Erziehung sollte angemessen eingeordnet werden. Das Ziel muss sein, das Leid der Betroffenen anzuerkennen und die politischen Strukturen korrekt einzuordnen. Darüber hinaus sollte die Politik der BRD nicht nur die Verschickungskinder der BRD einladen, sondern auch die Kurkinder der DDR berücksichtigen. Wenn dies nicht möglich ist, sollten zumindest die Kurkinder der Nachwendezeit, die in der BRD zur Kur geschickt wurden, einbezogen werden.
Seit mehreren Jahrzehnten gibt es ein wiedervereinigtes Deutschland, aber das Wissen um die DDR ist immer noch viel zu gering.
Kommt gesund und zufrieden ins neue Jahr 2026.
Kinder brauchen Erwachsene, die sie schützen, auch in Social Media.
Los geht`s.
Es gibt viele Geschichten aus den Kinderkuren, die mich erreichen sollten. Sie erzählen zu häufig von schwerem Leid und von Langzeitfolgen sowie von weiteren Unrechtserfahrungen in der DDR. Diese Menschen brauchen Unterstützung, insbesondere Überlebende se*ualsilisierter Gewalt.
Es ist nicht möglich, diese Dimension ehrenamtlich aufzufangen. All die Nachrichten von Menschen zu lesen, die im Stich gelassen wurden und bis heute das Unrecht eines Systems tragen. Und Fragen haben, auf die es keine Antworten gibt.
Ohne Supervision. Ohne Entlohnung.
Die Kinderkuren waren staatlich organisiert, daher braucht diese Dimension dahingehend Verantwortung.
Die auf dieser Website und in den zugehörigen Social-Media-Kanälen veröffentlichten Berichte beruhen auf persönlichen Erinnerungen ehemaliger Kurkinder in der DDR. Zum Schutz der Privatsphäre wurden alle personenbezogenen Angaben anonymisiert. Bitte beachten Sie, dass die Inhalte emotional belastend sein können.
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Das Projekt mit künstlerisch-dokumentarischem Fokus wird ehrenamtlich und unabhängig betrieben. Ziel ist die Aufarbeitung, Aufklärung und Dokumentation historischer Erfahrungen der DDR-Kinderkuren, um zukünftiges Unrecht zu verhindern.
