Lyrik
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Titel: Schatten der Kindheit
Liedtext
In den Straßen, wo die Träume starben,
Hör ich leise Schreie, die niemand hörte.
Kindheit verdorrt in kalten Mauern,
Die Sonne scheint, doch wir können nicht lachen.
Wut in unseren Herzen, Trauer in der Luft,
Schmerz, der uns begleitet, wie ein ständiger Duft.
Misshandelt in der Stille, verloren im System,
Wir tragen die Narben, die niemand je sieht.
Die Augen der Kinder, sie spiegeln das Leid,
Ein Spielplatz der Schatten, gefangen im Streit.
Die Erwachsenen schweigen, die Wahrheit so fern,
Doch wir tragen die Hoffnung, leuchten wie ein Stern.
Wut in unseren Herzen, Trauer in der Luft,
Schmerz, der uns begleitet, wie ein ständiger Duft.
Misshandelt in der Stille, verloren im System,
Wir tragen die Narben, die niemand je sieht.
Doch eines Tages, wird die Stimme laut,
Wir brechen die Ketten, stehen auf und vertraut.
Gemeinsam im Licht, kein Platz mehr für Pein,
Die Kinder der Zukunft, sie werden befreit sein.
Wut in unseren Herzen, Trauer in der Luft,
Schmerz, der uns begleitet, wie ein ständiger Duft.
Misshandelt in der Stille, verloren im System,
Doch wir sind die Hoffnung, die niemals vergeht.
In den Schatten der Kindheit, da blüht unser Mut,
Wir schreiben die Zukunft, mit Liebe und Glut.
Die Wut wird uns tragen, die Trauer vergeht,
Gemeinsam für Freiheit, bis der neue Tag steht.
— S. G.
Im Rahmen des Projektes DDR-Kurkinder-Stimmen
Eingereicht im Dezember 2025
Finsteres Licht
Ich kann nicht vorm finsteren Licht wegrennen,
wenn es mich immer wieder besucht:
mit dem Entsetzen, dem Ekel, den Schmerzen.
Ich werde nicht loslassen,
wenn sie zu mir ruft:
die Angst, die Einsamkeit, die Qual.
Ich werde im Beisein meiner selbst atmen,
sie umarmend:
die Panik, die Hilflosigkeit, die Dissoziation.
Dein Lachen hat das reine Licht gesehen,
meines den Tod.
Die Kälte, die Macht, die Gier –
sie haben sich in meine Weisheit geschrieben,
das Leben zu wissen.
— Ulrike Tabor (Riike)
Entstanden im April 2025
Politik des Staates
Kinderkur in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR)
Die Politik des Staates packte mich,
wo ich nun bin,
den Kampf des Überlebens angetreten.
Doch Lebenskraft, die mir einst galt,
verliert sich ausweglos im Strudel des Leids,
jener tätlichen Kälte der Vergangenheit.
Das Trauma sprengt den Körper;
mit Schmerzen seiner Pein,
pocht es an den Nervenbahnen.
Alpträume ruhen mich aus,
schreibend, den Schlaf vermeidend
im Warteraum nach Halt.
Ein politisch kaputtes System
zerriss meine kindliche Identität,
bleibend sein ungeheures Sein.
— Ulrike Tabor (Riike)
Entstanden im Dezember 2023
Fern der Geborgenheit
Was nützt es dies Wissen,
dass du mich liebst?
das zensierte Wort
ein spärlicher Brief
an einem kalten Ort
Was nützt es zu wissen,
dass du mich liebst?
das Medikament im Tee
ein verlorenes Kind
mit elendem Heimweh
Was nützt es mein Wissen,
dass du mich liebst?
die seelische Pein
ein finanzieller Gewinn
dein fehlendes Sein
Was nützt all das zu wissen,
dass du mich liebst?
Erlöse meine Not
Hol mich schnell
Durchtrenne das Verbot
Lass mich nicht im Stich
Nimm meine Hand
Drücke sie und sprich:
Ich liebe dich!
— Ulrike Tabor (Riike)
Entstanden im Oktober 2023
Arbeitstitel: Zerrissenheit
So ist die Welt schlagartig eine ernstere geworden,
entronnen der sorglose Tanz, der einst kindlich in mir lag.
Die vertraute Geborgenheit hat Gewalterfahrung geboren,
im Zuhause meiner Seele, was ich in mir trag.
— Ulrike Tabor (Riike)
Entstanden im Juli 2023
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