Aufarbeitung & Vernetzung
Neueste zuerst; antichronologisch sortiert
Diese Seite befindet sich derzeit im Aufbau. Die Ereignisse werden antichronologisch dokumentiert und künftig ergänzt.
Die Angaben basieren auf dem aktuellem Recherche- und Kenntnisstand.
Hier finden Sie die Chronologie der Entwicklung der Aufarbeitung der Kinderkuren in der DDR bis zu ihrer Fortführung in der Nachwendezeit, etwa bis 1997. Dokumentiert werden die Arbeit vom Projekt: DDR-Kurkinder-Stimmen, vertreten durch Ulrike Tabor, wichtige Zusammenschlüsse, politische Gespräche, Veranstaltungen sowie weitere Schritte der Vernetzung und Aufarbeitung.
Eine zentrale Forderung ist die Schaffung eines eigenständigen Aufarbeitungsfeldes für die Kinderkuren in der DDR bis zur Nachwendezeit, etwa bis 1997, innerhalb der Aufarbeitung der SED-Diktatur. In diesem Rahmen sollen die Geschichte, die Strukturen und die Erfahrungen der DDR-Kurkinder systematisch erforscht, archiviert, dokumentiert und historisch aufgearbeitet werden.
2026
11. August 2026
Politikgespräch zu dritt im Abgeordnetenhaus Berlin
Am 11. August 2026 fand im Berliner Abgeordnetenhaus ein Politikgespräch mit der CDU zu dritt zur Aufarbeitung der DDR-Kinderkuren statt. Das Gespräch wurde von einem DDR-Kurkind und dessen Partner organisiert.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Aufarbeitung der Kinderkuren in der DDR bis zur Nachwendezeit, etwa bis 1997, politisch weiter vorangebracht werden kann. Dabei wurde ein eigenständiges Aufarbeitungsfeld innerhalb der Aufarbeitung der SED-Diktatur gefordert, das die Kinderkuren der DDR bis zur ihrer Fortführung in der Nachwendezeit, etwa bis 1997, hinein berücksichtigt.
Im Gespräch wurde außerdem ein von Ulrike Tabor ausgearbeiteter politischer Handlungsfaden vorgestellt. Darin werden konkrete Ansatzpunkte und Handlungsschritte für die weitere Aufarbeitung aufgezeigt.
Thematisiert wurden insbesondere die Anerkennung des erlittenen Leids, die Beteiligung der Betroffenen sowie konkrete politische Schritte für eine historische Aufarbeitung.
25. März 2026
Presseberichte über das Projekt: DDR-Kurkinder-Stimmen von Ulrike Tabor
Am 25. März 2026 erschienen zwei Interviews mit Ulrike Tabor zur Aufarbeitung der DDR-Kinderkuren:
- Märkische Allgemeine: „Trauma und Machtmissbrauch – Betroffene berichten: DDR-Kinderkur in der Uckermark“
- Lausitzer Rundschau: „DDR-Kinderkur: Betroffene aus Cottbus will traumatisierten Kindern Stimme geben“
In den Interviews berichtet Ulrike Tabor über ihre eigenen Erfahrungen als DDR-Kurkind, die Folgen für Betroffene und ihr Engagement für die Sichtbarmachung und Aufarbeitung dieser bisher wenig erforschten Geschichte.
Beide Beiträge sind leider nur hinter einer Bezahlschranke vollständig zugänglich.
2025
29. November 2025
Workshop beim 7. Bundeskongress der Initiative Verschickungskinder in Bad Wildungen
Ulrike Tabor gestaltete am 29. November 2025 einen Workshop beim 7. Bundeskongress der Initiative Verschickungskinder in Bad Wildungen.
Im Mittelpunkt stand die Aufarbeitung der Kinderkuren in der DDR bis zur Nachwendezeit, etwa bis 1997. Dabei wurden auch die Dimension der Kinderkuren, ihre politische Einbettung und der Einfluss des Kalten Krieges betrachtet. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Erfahrungen ehemaliger DDR-Kurkinder und die besonderen Bedingungen der Kinderkuren in der DDR.
Der Workshop bot Raum für Austausch, Vernetzung und die gemeinsame Auseinandersetzung mit offenen Fragen der Aufarbeitung. Dabei konnten Fragen von DDR-Kurkindern aufgegriffen und erste Antworten sowie Anknüpfungspunkte für die weitere Recherche und Aufarbeitung sichtbar gemacht werden.
Nur wenige DDR-Kurkinder konnten persönlich am Bundeskongress teilnehmen. Einige Betroffene, die nicht anreisen konnten, wurden deshalb spontan digital zugeschaltet und konnten sich auf diesem Weg am Austausch beteiligen.
18. Juni 2025
Neugründung eines Betroffenenrats der DDR-Kurkinder
Ulrike Tabor und ein weiteres DDR-Kurkind begannen mit dem Aufbau einer neuen Interessenvertretung für DDR-Kurkinder. Nachdem sich das weitere DDR-Kurkind aus dem Vorhaben zurückgezogen hatte, setzte Ulrike Tabor die Arbeit zunächst allein fort.
Mai 2025
Gründung vom Projekt: DDR-Kurkinder-Stimmen durch Ulrike Tabor
Nach der Auflösung des Betroffenenrats der DDR-Kurkinder Anfang 2025 und dem Wegfall bestehender Strukturen gründete Ulrike Tabor im Mai 2025 das Projekt: DDR-Kurkinder-Stimmen.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Sicherung, Archivierung und Veröffentlichung von Zeitzeugnissen und Zeitdokumenten. Weitere Schwerpunkte sind Öffentlichkeitsarbeit, Wissensvermittlung und Vernetzung. Ergänzend werden Hintergrundinformationen zu den Kinderkureinrichtungen sowie Rechercheergebnisse zusammengetragen und zugänglich gemacht.
Die Arbeit wird kontinuierlich fortgesetzt und befindet sich weiterhin im Aufbau. Die bereits bestehenden Accounts „ddrkurkinder“ wurden, soweit es die jeweiligen Plattformen ermöglichten, in „ddrkurkinderstimmen“ umbenannt.
Ulrike Tabor setzt sich für ein eigenständiges Aufarbeitungsfeld innerhalb der Aufarbeitung der SED-Diktatur ein, das die Geschichte der Kinderkuren in der DDR bis in die Nachwendezeit (etwa 1997) einbezieht.
Darüber hinaus fordert sie die Anerkennung der Betroffenengruppe der DDR-Kurkinder, die verbindliche Verwendung dieser Begrifflichkeit sowie eine rechtliche Definition der Betroffenengruppe.
März 2025
Auflösung des ersten Betroffenenrats der DDR-Kurkinder
Im März 2025 wurde der erste Betroffenenrat der DDR-Kurkinder aufgelöst.
Damit endete eine wichtige gemeinsame Struktur der Interessenvertretung ehemaliger DDR-Kurkinder. Die Auflösung markierte zugleich einen Wendepunkt für die ehrenamtliche Aufarbeitung der DDR-Kinderkuren, die sich zu diesem Zeitpunkt noch ausschließlich auf die Zeit der DDR und nicht auf die Nachwendezeit bezog.
2024
31. Oktober 2024
Erster DDR-Kinderkurheim-Kongress in Dahmshöhe, Brandenburg
Im ehemaligen DDR-Kinderkurheim Dahmshöhe, das heute als Bildungs- und Begegnungsstätte der Lebenshilfe Brandenburg genutzt wird, fand der erste DDR-Kinderkurheim-Kongress statt. 38 Betroffene, Unterstützende, Fachleute sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Presse und der Initiative Verschickungskinder e. V. kamen zusammen.
Im Mittelpunkt standen der Austausch und die Vernetzung der Betroffenen sowie der Dialog über die weitere Aufarbeitung der DDR-Kinderkuren. In Workshops wurden unter anderem Gewalterfahrungen, persönliche Bewältigungs- und Heilungswege, offene Forschungsfragen und gemeinsame Forderungen an die Politik thematisiert.
Ulrike Tabor nahm als eine von fünf Vertreterinnen des Betroffenenrats der DDR-Kurkinder teil.
Der Kongress war ein wichtiger Auftakt für die gemeinsame Aufarbeitung. Er machte deutlich: Die Geschichte der DDR-Kinderkuren kann nur unter Einbeziehung der Betroffenen umfassend erforscht und aufgearbeitet werden. Link zum Wonderlink und Link zum Bericht: 1. DDR-Kinderkurheim-Kongress in Dahmshöhe – Farbversion (PDF)
16. Mai 2024
Interview mit Ulrike Tabor: „Ich kann mich nicht erinnern“ – die DDR-Kinderkuren und ihre Folgen
Am 16. Mai 2024 veröffentlichte der Eastplaining. Der Ostblog ein Interview mit Ulrike Tabor über ihre Erfahrungen in DDR-Kinderkuren und deren Folgen. Im Gespräch berichtet sie über ihre persönliche Geschichte, die Auswirkungen der Erlebnisse und ihr Engagement für die Aufarbeitung der DDR-Kinderkuren.
Der Beitrag wurde am 13. März 2025 aktualisiert. Link zum Interview
2023
23. Oktober 2023 – 30. Juni 2024
Online-Petition „Aufarbeitung DDR-Kinderkuren“
Am 23. Oktober 2023 startete die Online-Petition „Aufarbeitung DDR-Kinderkuren“, initiiert von Diana Mehmel.
Die Petition machte deutlich, dass viele ehemalige Kurkinder bis heute unter den Folgen ihrer Erfahrungen leiden und dass die Aufarbeitung der DDR-Kinderkuren politisch und wissenschaftlich noch nicht ausreichend erfolgt ist.
Die Sammlung der Petition endete am 30. Juni 2024. Insgesamt wurden 393 Unterschriften gesammelt. Davon stammten 344 Unterschriften aus Deutschland. Weitere Unterstützungen kamen unter anderem aus Frankreich, Spanien, Österreich, der Schweiz, den USA und Italien. Die meisten Unterschriften wurden in Sachsen, Berlin, Brandenburg und Thüringen abgegeben.
Das angestrebte Sammelziel wurde nicht erreicht. Dennoch zeigen die zahlreichen eindrücklichen Kommentare, wie groß der Wunsch nach Anerkennung, Aufarbeitung und Gehör ist.
Lesen Sie auch die eindrücklichen Kommentare zur Petition. Link zur Petition
30. November 2023
Erstellung des Instagram-Accounts „DDR-Kurkinder“
Am 30. November 2023 wurde der Instagram-Account „ddrkurkinder“ erstellt. Der Account diente der Sichtbarmachung der Erfahrungen ehemaliger DDR-Kurkinder, der Veröffentlichung von Informationen und Zeitzeugnissen sowie der Vernetzung. Ziel war es, den Betroffenen eine öffentliche Stimme zu geben und dazu beizutragen, dass ihre Erfahrungen nicht in Vergessenheit geraten und ihre Stimmen nicht verstummen.
Im Mai 2025 wurde der Account im Zuge der Gründung vom Projekt: DDR-Kurkinder-Stimmen in „ddrkurkinderstimmen“ umbenannt.
Ehrenamt
Ehrenamtliches Engagement und Projektarbeit
Ulrike Tabor engagierte sich zuvor als Heimkoordinatorin für Lychen innerhalb der Initiative Verschickungskinder. Mit dem Wegfall des Betroffenenrats sowie der damit verbundenen Strukturen und Unterstützung wurde dieses Engagement nach und nach eingestellt.
Seit Mai 2025 arbeitet Ulrike Tabor ehrenamtlich und kontinuierlich an ihrem eigenen Projekt: DDR-Kurkinder-Stimmen. Die Arbeit erfolgt unentgeltlich und wird von der Initiatorin eigenständig finanziert.
2018
Frühjahr 2018
Eintritt in eine private Facebook-Gruppe
Im Frühjahr 2018 trat Ulrike Tabor zur persönlichen Aufarbeitung ihrer Erfahrungen in eine private Facebook-Gruppe zu ihrem damaligen Kinderkurort ein. Dort begegnete sie erstmals anderen DDR-Kurkindern und kam mit ihnen in den ersten Austausch.
Die auf dieser Website und in den zugehörigen Social-Media-Kanälen veröffentlichten Berichte beruhen auf persönlichen Erinnerungen ehemaliger Kurkinder in der DDR bis zur Nachwendezeit. Zum Schutz der Privatsphäre wurden alle personenbezogenen Angaben anonymisiert. Bitte beachten Sie, dass die Inhalte emotional belastend sein können.
Für Inhalte Dritter und externe Links wird keine Haftung übernommen.
Sämtliche Texte, Materialien und künstlerischen Werke unterliegen dem Urheberrecht, einschließlich Projekttitel, Slogan und Zusatztitel. Jegliche Vervielfältigung, Veränderung oder Nutzung der Inhalte für kommerzielle Zwecke ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Urheberin bzw. des Urhebers gestattet.
Das Teilen der veröffentlichten Inhalte auf Social Media ist erlaubt, sofern die Urheberschaft benannt ist.
Das Projekt mit künstlerisch-dokumentarischem Fokus wird ehrenamtlich und unabhängig betrieben. Ziel ist die Aufarbeitung, Aufklärung und Dokumentation historischer Erfahrungen der Kinderkuren in der DDR bis zur Nachwendezeit, um zukünftiges Unrecht zu verhindern.
